Shkodra

Auf unserem Rückweg vom Kosovo zurück nach Albanien hat mir Flori noch den schönen Ort Shkodër gezeigt. Die Stadt ist ca. 2.500 Jahre alt und das kulturelle Zentrum Nordalbaniens. Sie liegt nur 34 Kilometer von der Grenze zu Montenegro entfernt und von der Burgruine Kalaja e Rozafës (kurz: Rozafa) hat man einen fabelhaften Blick aufs und ins Nachbarland.

Der Aufstieg ist anstrengend und bei 99% Luftfeuchtigkeit und 40 °C Außentemperatur in der Mittagsonne nicht zu unterschätzen, jedoch jede Schweißperle wert. Mit dem Auto kann man allerdings vorab schon einen Großteil der Strecke bewältigen.

Die Sage hinter dieser Burg ist etwas makaber, aber ich will sie euch natürlich nicht vorenthalten: (Quelle: Wikipedia)

Der Sage nach bauten drei Brüder die Burg. Ihre Bemühungen waren aber umsonst, da die Mauern jede Nacht wieder einstürzten. Ein alter Mann riet ihnen, eine Frau einzumauern. Dann würden die Mauern für immer halten. Die drei Brüder vereinbarten, diejenige ihrer Ehefrauen zu opfern, die am nächsten Tag als erste das Mittagessen bringen würde. Die beiden älteren Brüder weihten ihre Ehefrauen entgegen der Abmachung in den Plan ein. So war es die junge Rozafa, die am nächsten Tag als erstes am Bauplatz erschien. Sie nahm ihr Schicksal hin, bat aber darum, dass man eine ihrer Brüste, einen Arm und ein Bein nicht einmauern würde. So konnte sie weiterhin ihrem jungen Kind die Brust geben, es streicheln und mit dem Bein die Wiege schaukeln. Davon abgeleitet ist Rozafa auch ein weiblicher Vorname.

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